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Aktuelle Texte aller Autoren

C J Crown: School of Love – was Sie erwartet

Pleite, erniedrigt und arbeitslos. Seitdem Gretas Vater seine Millionen verloren hat und wegen Betrugs im Knast gelandet ist, steht die verwöhnte Erbin vor den Scherben ihrer Existenz. Ihre einzige Hoffnung, aus der Misere wieder herauszukommen, ist Luis Rogers, der begehrteste Milliardär von ganz England. Um an ihn heranzukommen, will Greta bei einem höchst exklusiven Escortservice anfangen, von dem Rogers regelmäßig Mädchen als Begleitung anfordert. Fest entschlossen, bewirbt sie sich, ohne die geringste Ahnung zu haben, worauf sie sich einlässt. Denn bevor sie aufgenommen wird, muss sie eine harte Schule durchlaufen, die sie nicht nur körperlich an ihre Grenzen bringt, sondern...
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Die Frau, die zu viel träumte – 1

In der Ferne flirrte die Luft über dem sandigen Weg. Auf dem Feld, das sie durchquerte, hatte gestern noch Weizen gestanden. Sie roch noch immer das nussige Aroma der Ähren. Ihr Großvater hatte einen Halm abgebrochen, die Grannen und Spelze vom Fruchtstand entfernt und ihr die Körner gezeigt, aus denen der Müller Mehl mahlen würde, das sich beim Bäcker in Brötchen verwandelte. Er hatte ihr den Unterschied zwischen Roggen, Gerste und Weizen erklärt, und sie hatte sich alles gemerkt. Daniela klappte den Ständer heraus und stellte das Rad an den Wegesrand. Das Gras, das hier wuchs, war nur deshalb so...
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Die Frau, die zu viel träumte – 2

Daniela stoppte, als sie keine Luft mehr bekam. Sie blieb stehen, ließ die Arme fallen und atmete schwer. Sie sah genau auf ihr Fahrrad, das mit gebeugtem Kopf am Wegesrand stand und auf sie zu warten schien. Sie sprang zurück über den Graben und stieg auf eine Art auf, die sie eigentlich verabscheute: Wie ein Mädchen innen über den Rahmen, statt ihr Bein über den Gepäckträger zu schwingen. Denn dort hatte sie vor der Abfahrt den Bastkorb befestigt, in dem sie Pilze sammeln wollte. Ihre Großmutter hatte heute keine Zeit, deshalb war sie allein losgefahren. Sie kannte den Wald und...
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Die Frau, die zu viel träumte – 3

Das Waldstück befand sich etwa eine halbe Stunde von hier entfernt. Sie musste bis zur Sechs-Wege-Kreuzung fahren und dort die zweite Abzweigung nehmen. Diese zwei Kreuzungen, nach der Anzahl der sechs beziehungsweise sieben abgehenden Wege benannt, hatten Daniela schon immer fasziniert. In der Kleinstadt, in der sie wohnte, boten Kreuzungen höchstens vier Möglichkeiten, manchmal auch nur drei. Die Zahl von sechs oder gar sieben erschien ihr dagegen magisch. Wenn sie irgendwann einmal ihren eigenen Weg finden sollte, würde sie hier die besten Chancen haben. Die Vielfalt machte ihr keine Angst, nur die Einfalt versetzte sie in Starre. Daniela war so...
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Tom Dehlin: Blutplanet – was Sie erwartet

Vom Leben erwartet Leonard Tieber nichts mehr. Eine Intrige hat den hoffnungsvollen Astrophysiker ins Gefängnis gebracht und aus ihm einen verbitterten alten Mann werden lassen. Er haust bescheiden in einer kleinen Gartenhütte, seine einzige Leidenschaft sind nächtliche Spaziergänge auf einen Hügel, von wo aus er mit seinem Teleskop ins Universum blickt. Doch dann wird Tiebers ebenso beschauliches wie trostloses Dasein erschüttert. Unweit der Siedlung findet man die Leiche eines jungen Mädchens, das offensichtlich bestialisch zu Tode gequält wurde. Den Täter hat man schnell ermittelt, den siebzehnjährigen Andy Wagner. Die Beweislast ist erdrückend, Wagner geständig – und doch weiß Tieber, dass...
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Tom Dehlin: Blutplanet (Thriller) – 1

1. Teil Leonard Tieber: Vorhof der Hölle Rechnen in der 9. Dimension Abnehmender Mond. Jupiter im Sternbild Löwe, 3 Uhr 41 Durchlauf des Mondes Io. Wolkenlos. Sein Vater hatte ihm erzählt, die Sterne seien Löcher im Firmament und ihr Gold ein Vorgeschmack auf das Paradies dahinter. Das Bild gefiel ihm immer noch. Ein kaputter Himmel, das passte. Irgendwo da oben, viel zu weit weg, saß genauso ein Idiot wie er, schaute durch ein Teleskop und dachte, dass gerade jetzt, in diesem Moment, ein anderer Idiot ihn durch ein Teleskop betrachtete. Sie hockten in daumennagelgroßen Galaxien und froren sich die Ärsche...
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Jerry Black: Fürchte dein Ende – was Sie erwartet

Der Automechaniker und Ziehvater Marvin trifft eines Tages auf einen gewissen Mr. Hastings, der vorgibt, das Datum des Endes der Welt zu kennen. Wie ein Parasit nistet der mysteriöse Fremde sich in Marvins Alltag ein und predigt beharrlich seine unheilvollen Behauptungen. Als die skurrilen Situationen in der scheinbar heilen Familienwelt überhandnehmen, stellt er den Unbekannten schließlich zur Rede. Wie sich zeigt, hütet Mr. Hastings ein schreckliches Geheimnis, das Marvins Leben für immer verändern wird. Jerry Black schreibt diesen Roman auf einer Olympia-Schreibmaschine (siehe Bild). Extra für die Mitleser hier tippt er neue Seiten regelmäßig am Computer ab.0

Jerry Black: Fürchte dein Ende – 1

Prolog Marvin Fitzgerald kniete am Boden. Seine an den Knöcheln zerschlissenen, blutigen Hände gruben im kratzigen, trockenen Staub. Kein Sandkörnchen fand einen Millimeter Platz mehr unter den Fingernägeln. Das Hineinpressen der Fäuste in den Grund glich dem Versuch, kraftvoll in eine sträubende, mit den Armen umherschlagende, Jungfrau einzudringen. Er scheiterte am widerspenstigen Hymen der jungfräulichen Mutter Erde. Gedankenlos entging ihm, seine müden, gequälten Knochen konnten nicht tiefer in diesem Acker aus Lehm und Geröll wühlen. Erst jetzt erkannte er die Ausweglosigkeit, in der seine Finger ausharrten. Er realisierte das der Anstrengung geschuldete Pochen, was ihn abzuhalten versuchte. Er jedoch wollte...
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Tom Dehlin: Blutplanet (Thriller) – 2

Besser einen schlechten Traum als keinen. Eine auf dünnem Seil über dem Abgrund tänzelnde Frau, die Balancierstange hängt rechts gefährlich über, auf halber Strecke lässt die Frau sie fallen, dreht sich um, lacht, zeigt den Stinkefinger. An mehr erinnerte er sich nicht, es war auch genug. Diesen ganzen tiefenpsychologischen Mist hatte er so satt. Es tagte und die Welt war noch da. Warum musste jeder neue Morgen mit einer Enttäuschung beginnen? Leonard Tieber, 57, warf einen Blick in die Dämmerung, frische Luft zog an ihm vorbei durch das Fenster, der Mond marschierte links ab. Bewölkter Himmel, Tieber gönnte sich drei...
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Die Frau, die zu viel träumte – 4

Das Haus war schlechter erhalten, als sie es in Erinnerung hatte. Direkt davor befand sich ein mit Steinplatten belegter Bereich. Die Platten waren fast alle zerbrochen, Unkraut schob sich durch die Ritzen, aber der Wald hatte noch nicht wieder die Oberhand gewonnen. Daniela blieb stehen und betrachtete das Haus. Es war zweistöckig. Ihre Oma hatte ihr erzählt, dass der Mann, dem es gehört hatte, reich gewesen war. Zwar war er von allen Förster genannt worden, und sein Haus das Forsthaus, doch das Amt des Försters gehörte ihm nicht. Er war einfach nur ein alter Mann gewesen, der im Wald in...
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