Texte von

Kurt Beinwell

24
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 14

»Ich bin zuhause«, rief Torsten von der Haustür. Peter war gerade mit der Katalogisierung seiner neuesten Bauteile fertig. Er hatte während des Nachmittags eines der Radios ausgeschlachtet, die sich nicht mehr zur Reparatur eigneten. Vorher hatte er die Hausaufgaben erledigt und wurde damit zehn Minuten früher fertig, als er eingeplant hatte. So konnte er noch einmal mit Karin chatten. Sie waren beide im gleichen Alter, aber er wurde aus ihren Texten nicht schlau. Wer wohnte schon unterirdisch? Und seit wann konnte man sich draußen nicht mehr aufhalten? Peter wusste, dass die Luft ständig durch Abgase belastet war, aber deswegen konnte...
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21
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 13

Karin konnte es kaum glauben, da war tatsächlich jemand, der sich mit ihr per Computer unterhalten konnte. Sie kannte das schon aus der Schule. Irgendwann gab es mal eine Unterrichtsstunde, da hatten sie sich ein kleines Netzwerk im Schulraum aufgebaut, damit konnten dann die Schüler im Raum untereinander chatten. Nicht, dass es irgendwie sinnvoll gewesen wäre. Die Lehrerin erklärte allerdings, dass es früher einmal ein Netzwerk gegeben hatte, mit denen alle Menschen auf der Erde miteinander in Verbindung treten konnten. Und das nicht nur über einen einfachen Textchat, sie hatten kleine Kameras an Ihren Computern und konnten sich gegenseitig sehen....
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19
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 12

Die Verbindung schien tatsächlich stabil zu sein. Peter hatte das Terminalprogramm inzwischen fest in die Startroutine des Computers eingebunden, so dass es beim Einschalten sofort startete. Er wollte gern mehr über dieses geheimnisvolle Mädchen erfahren. Vor allem, wo sie sich eigentlich befand. »Wo genau bist du eigentlich?«, tippte er bei der nächsten Unterhaltung. »Unter der Erde, das hatte ich doch schon gesagt«, antwortete Karin. »Ja schon. Aber ich meine in welcher Stadt, oder in welchem Land?« »Das weiß ich nicht. Das interessiert hier unten niemanden.« »Gibt es denn keine anderen Städte in deiner Nähe?« »Nicht das ich wüsste. Wir lernen...
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17
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 11

Dirk Lehmann ging die Zahlen für den laufenden Monat durch. »Sagen Sie mal, Torsten, wie viel Material haben Sie eigentlich diesen Monat für Ihren Sohn mitgenommen?« »Das dürften vielleicht fünf oder sechs Kilo gewesen sein.« Lehmann tippte die Zahlen ein und runzelte die Stirn. »Stimmt damit etwas nicht, Chef?«
14
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 10

Nach dem Abendessen stand die weitere Katalogisierung der Bauteile auf Peters Plan. Er schaltete den Computermonitor wieder ein, um seine Datenbank zu öffnen. Der Bildschirm wurde nur allmählich heller, wie er das von dem alten Röhrenmodell gewohnt war. Das Terminalprogramm lief immer noch, so wie Peter es vor dem Essen am Bildschirm hinterlassen hatte. Allerdings war nun nicht mehr die alte Meldung zu sehen, bei der das Programm versuchte, eine Verbindung herzustellen. Stattdessen konnte er nun lesen: Verbindung hergestellt. Darunter erschien der Textcursor, so wie er das von textbasierten Chatprogrammen kannte. Es zeigte die Aufforderung: Bitte deinen Namen eingeben.
12
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 9

Karin mochte die Schule, auch wenn sie nur ein stickiger, kleiner Raum im unterirdischen Komplex war, der für die zwölf Schüler viel zu eng war. Die Verwaltung hatte vor wenigen Wochen beschlossen, einen größeren Raum für diesen Zweck umzubauen, die Arbeiten würden aber einige Monate in Anspruch nehmen. Immerhin konnte sich Karin in der Schule mit Anderen ihres Alters treffen. Der Unterricht selbst war ganz in Ordnung, wenn man bedachte, dass es nur wenig Unterrichtsmaterial gab. Gedruckte Schulbücher wurden an der Oberfläche nur selten gefunden und von der Verwaltung sofort digitalisiert. Wenigstens funktionierte das interne Netzwerk der Schule, so dass...
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10
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 8

Das Terminal zeigte eine Reihe von technischen Details, von denen Peter nur wenig verstand. Offenbar versuchte das Modem, sich über verschiedene Methoden mit einem globalen Netzwerk zu verbinden. Im Abstand von einigen Sekunden wiederholte sich der Vorgang, und eine Reihe von unlesbaren Zeichenfolgen erschien auf dem Bildschirm. Peter schaltete seinen Frequenz-Scanner ein, den er für die Überprüfung seiner Radios nutzte. Er konnte alle gängigen Frequenzen im Radio- und Fernsehbereich empfangen und deren Signalstärke anzeigen.
7
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 7

Torsten Klein machte sich zunehmend Sorgen, wie es mit seinem Sohn weitergehen sollte. Heute hatte er wieder einen Termin bei dem Psychologen, der Peter betreute. Diese Sitzungen waren für ihn ebenso wichtig wie für seinen Sohn. Leider sah das die Krankenkasse etwas anders, denn er musste seine Sitzungen selbst bezahlen. »Sie haben ja keine psychischen Probleme« wurde Ihm nur gesagt. Immerhin ging es ja um seinen Sohn. Natürlich ist es belastend, wenn man als alleinerziehender Vater einen Sohn mit psychischen Problemen erziehen wolle, aber das wäre noch kein Grund, sich in psychologische Behandlung zu begeben. Und so zahlte er die...
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5
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 6

Peter konnte es kaum erwarten, dass die letzte Schulstunde endlich vorbei war. An diesem Tag hatte er lange Unterricht, so dass er erst spät zu Mittag essen konnte. Sein Vater hatte ihm schon an diesem Morgen etwas vorbereitet, das er sich nun aufwärmen konnte. Eigentlich hatte er keinen großen Hunger, aber sein Tagesplan sah vor, dass nach der Schule das Mittagessen an der Reihe war. Nachdem er gegessen hatte, spülte er den Teller ab und ging hoch in sein Zimmer. Er wollte unbedingt dieses geheimnisvolle Gerät untersuchen, dass er am Abend vorher als eine Art Modem katalogisiert, aber noch nicht...
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3
Mai
2017
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Kurt Beinwell: Das magische Modem – Folge 5

»Hey, Torsten. Der Container mit dem Elektronikschrott ist fast voll. Schau mal nach, wann der abgeholt werden soll.« »Mach ich sofort, Chef«, antwortete Torsten Klein, der sich gerade einen großen Kaffee eingegossen hatte. Er war heute spät dran, weil sein Sohn Peter an diesem Morgen sehr lange mit dem Frühstück brauchte. Torsten hatte den Eindruck, irgendetwas beschäftigte seinen Sohn. Vermutlich hatte es mit den Geräten zu tun, die er ihm am Abend zuvor mitgebracht hatte. Manchmal war etwas dabei, dass ihn mehr begeisterte als die üblichen Radios, die er am laufenden Band reparierte. Er hatte die Teile aus einer Haushaltsauflösung...
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